Jazz 2.0

Das Idstein JazzFestival vom 11. bis 13. Juni 2010 setzt auf die Jugend. In diesem Jahr eröffnet die Veranstaltung mit einem Riesentreff hunderter Blasschüler, abends sorgen junge Talente wie „Bauchklang“ oder „Pamstiddn Kings“ für ungewohnte Klänge. Und Mitmachen wird großgeschrieben!

„Jazz, das ist doch eine Musik, die sich schon seit jeher ständig erneuert hat. Musik, die lebt!“ Und dem will Frank Reichert, musikalischer Leiter des Traditionsfestivals, Rechnung tragen, mit einem neuen Programmschwerpunkt namens „Jazz 2.0“.

„Natürlich bieten wir Freunden des klassischen Swing und des Qualitäts-Jazz wie immer eine Reihe von Top-Acts“, erklärt Reichert mit Verve. „Aber heutzutage sind Interaktivität und Spontaneität ebenfalls Thema. Wir wollen auch junge Leute an diese Musik heranführen.“

Deshalb gibt es 2010 ein umfangreiches Vorprogramm, in dem sich lokale Schulbands unterschiedlicher Couleur austoben können. Und auf dem Löherplatz treffen sich erstmals mehrere hundert (!) Jungbläser zwischen zehn und dreizehn Jahren, um gemeinsam die Backen aufzublasen. Das wird eine Riesensache für die kleinen Musiker, aber sicherlich auch ein witziges Ereignis für alle Zuhörer.

Im Hauptprogramm zeigen dann Gesangstalente wie Femmes Vokal oder die Idsteiner Nachwuchs-Swingband „Junge Big Band der Musikfreunde Idstein“, dass sie schon durchaus professionelle Ambitionen hegen. Die Band wird präsentiert von SkodaAuto Deutschland.

Für musikalische Erneuerung steht das ungewöhnliche österreichische Vokalenensemble „Bauchklang“. Die A-Capella-Virtuosen haben die „Beatboxing“-Technik des HipHop zu komplexen Arrangements ausgebaut, sie singen, zischen und spucken Grooves regelrecht ins Mikro. Dabei sind sie modernen Dancefloor-Klängen näher als Bobby McFerrin. Ein Projekt mit tollen Live-Qualitäten.

Ohne Scheu vor der Tradition gehen auch die „Pamstiddn Kings“ zu Werke. Die Bläser der Südtiroler Turnschuh-Kapelle klingen bisweilen, als würden Punker sich über die Hits der Jazz- und Popgeschichte hermachen. Das ist erfrischend rustikal, vielleicht nicht gerade super-virtuos, aber von ansteckender Spielfreude. Frisches Blut fürs Genre.

Ganz auf Spontaneität und Dialog mit dem Publikum setzt schließlich „Das Magische Theater“ um den Saxofonisten Felix Fritzsche. Der sagt: „Bei uns kommt es zu einem Rollentausch. Eigentlich sind wir Musiker das Publikum, wir hören nämlich zu und setzen um, was die Leute vor der Bühne uns darbieten.“ Übersetzt heißt das: Hier gibt’s kein Wir-da-oben-ihr-da-unten. Die Künstler improvisieren völlig frei zu Anregungen aus dem Publikum, das das Ganze nicht zu bierernst nehmen sollte. Jedenfalls wird dies ein spannender und wirklich einmaliger Auftritt.

Treffen der jungen Bläser. Samstag, 12.06., 12.00 Uhr, Löherplatz
Femmes Vokal. Samstag, 12.06., 21.00 Uhr, Bühne Marktplatz
Junge Big Band der Musikfreunde Idstein. Sonntag, 13.06., 11.30 Uhr, Bühne Marktplatz
Bauchklang. Samstag, 12.06., 21.00 Uhr, Naspa-Bühne, Löherplatz
Pamstiddn Kings. Sonntag, 13.06., 15.45 Uhr, Tournesol-Bühne, Schlossgasse
Das Magische Theater. Samstag, 12.06., 19.15 Uhr, Bühne Börnchen

Weitere Informationen beim Verkehrsverein Idstein e.V., Tel.: 06126/78-614, E-mail: jazzfestival@idstein.de.
Das komplette Festivalprogramm finden Sie im Internet unter www.idstein-jazzfestival.de

Unterstützt wird das Idstein JazzFestival von der Naussauischen Sparkasse, der Süwag Energie AG und der Fraport AG.


 
 
 

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