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Barbara Bürkle Quintett
Von wegen BBQ - die Stuttgarterin Barbara Bürkle und
ihre Begleiter servieren eher gehobene Küche. Bürkle
besitzt eine sehr schöne Stimme mit der sie trotz junger
Jahre schon diverse internationale Wettbewerbe gewinnen konnte.
Mit ihrer talentierten Begleitband unternimmt sie Streifzüge
durch die Gefilde von Latin-Jazz, Rhythm'n'Blues und des Great
American Songbook, melodiöse Eigenkompositionen fügen
sich nahtlos ins beschwingte Repertoire ein.
Da kommt viel Souveränität und Lässigkeit rüber,
zu Hören auch auf der eigenen CD (2010) mit dem Titel
"Everything Allowed". Die Arrangements stammen allesamt
von Bürkle. Ihre auffallenden stimmlichen Qualitäten
kann die Bandleaderin ganz in den Dienst der jeweiligen Komposition
stellen, nur zu gern bricht sie aber auch in wunderbar leichtsinnigen
Scat-Gesang aus. Da wähnt man sich eher im lebensfrohen
Südamerika, weit weg von Stuttgart.
www.bbq-jazz.de
Samstag, 18. Juni, 21.30-0.15 Uhr | Fraport-Bühne, Rodergasse
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Christiane Dehmer Trio
Die Pianistin Christiane Dehmer kommt wie ihre beiden Begleiter
aus Würzburg, wo sie als Dozentin an der Musikhochschule
lehrt. Dehmer verfügt über ein breit aufgestelltes
Repertoire zwischen Standards, Samba, Soul und Pop, selbst
Weihnachtslieder hat sie schon in moderne Arrangements verpackt.
Im Trio mit Friedrich Betz (Bass) und Clemens Nölle (Schlagzeug)
präsentiert die vielseitige Tastenexpertin Standards
und Eigenkompositionen. In denen verbindet sie ungenierten
Lyrizismus mit Improvisationslust und einem vitalen Westcoast-Background.
Mitsingbare Themen und Jarretscher Impressionismus lassen
Kerzenlichtstimmung aufkommen, doch bricht die Künstlerin
die intime Athmosphäre gern durch unerwartete Harmoniewechsel
und kernige Rhythmen.
www.christiane-dehmer.de
Samstag, 18. Juni, 15.30-18.15 Uhr | Fraport-Bühne,
Rodergasse
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Drei im roten Kreis
Sie benannten sich nach Jean-Pierre Melvilles Noir-Klassiker:
Der Düsseldorfer Reiner Witzel (Saxofon), Markus Schieferdecker
(Bass) und Christian Scheuber (Schlagzeug) machen Filmmusik
ohne Film. Ihr Sound beschwört den Geist jener Tage herauf,
als Jazz cool und verwegen war und die schicksten Plattencover
hatte. Ihre aktuelle CD "16mm" bezieht sich also
nicht auf ein Waffenkaliber, sondern auf jenes Zelluloid-Film-Format,
das lange im Avantgarde- und Independentbereich benutzt wurde.
Dabei sind "Drei im roten Kreis" kein Retro-Trio.
Sondern eine neue Plattform für überaus erfahrene
Musiker: Witzel war im Studio und auf Tour mit so unterschiedlichen
Größen wie Vernon Reid, dem Gil Evans Orchestra,
Marla Glen, Fela Kuti. Drummer Scheuber spielte u.a. mit Paul
Bollenback und Herb Geller, Bassist Schieferdecker begleitete
Albert Mangelsdorff. Alle drei haben diverse Preise gewonnen.
Das immer smart gekleidete Trio interagiert auf hohem Niveau.
Ihre Musik, größtenteils komponiert von Reiner
Witzel, zeichnet sich durch athmosphärische Weite, urbane
Rhythmen und souveräne Leichtigkeit im Zusammenspiel
aus. Und beweist: Diese Spitzenmusiker haben Lust auf Stil
und Emotionen, aber Schwarz-Weiß-Denken ist ihnen fremd.
www.dreiimrotenkreis.de
Freitag, 17. Juni, 20.30-23.45 Uhr | Fraport-Bühne,
Rodergasse
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Engstfeld/Weiss-Quartett
Die Geschichte der Düsseldorfer Combo ist die Geschichte
einer großen musikalischen Freundschaft. Tenorsaxofonist
Wolfgang Engstfeld und Schlagzeuger Peter Weiss spielen nun
schon dreieinhalb Jahrzehnte in wechselnden Konstellationen
zusammen. Für ihr Quartett haben sie sich mit Kontrabassist
Christian Ramond und dem Pianisten Hendrik Soll auf allerhöchstem
Niveau kurzgeschlossen.
Das Programm des Könner-Kleeblatts besteht zum großen
Teil aus Eigenkompositionen, die dem akustischen Modern-Jazz
neue Aspekte abgewinnen. Engstfeld/Weiss haben ihre Wurzeln
im Hardbop und Latin-Jazz, freiere rhythmische Strukturen
verweisen auf aktuelle Einflüsse. Ihr Stil ist lässig,
souverän, lebendig, mit Sinn für Details. Das Quartett
hat eine hervorragende CD mit Bearbeitungen von Robert-Schumann-Liedern
vorgelegt, 2009 folgte eine reine Balladenplatte.
Alle vier Musiker haben edelste Referenzen vorzuweisen: Namen
wie Randy Brecker, Charlie Mariano, Itaru Oki, Til Brönner,
James Moody, John Scofield, Albert Mangelsdorff u.v.a. mehr
lassen Jazz-Kennern die Ohren klingeln. Erster unter gleichen
ist sicherlich Musikprofessor Wolfgang Engstfeld, der mit
einem wunderschönen Ton glänzt. Wärmer und
runder kann ein Tenorsaxofon kaum klingen.
www.engstfeld-weiss.de
Samstag, 18. Juni, 19.00-20.45 Uhr | Fraport-Bühne,
Rodergasse
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Hannah Köpf Band
Hannah Köpf ist ein aufgehender Stern am Musikhimmel.
Erst im September 2010 erschien ihr CD-Debüt "Stories
Untold", das vom Start weg gute Kritiken einheimste.
Die junge Sängerin und Songschreiberin zählt zu
den neuen Trendforscherinnen zwischen leichtem Jazz und sophisticated
Pop, ähnlich wie ihre nordischen Kolleginnen Rebekka
Baken oder Silje Nergaard.
Was einem sofort auffällt: Hannah Köpf hat Stimmbänder
aus Samt, sie kann gut singen und vor allem: sparsam singen.
Die Kölnerin, die am Conservatorium van Amsterdam Jazz-Gesang
studiert hat, beherrscht die Kunst der Reduktion. Das fügt
sich nahtlos zu ihrem Ansatz, an die Singer/Songwriter-Kultur
etwa einer Carole King anzuknüpfen und diese Tradition
mit einer guten Portion Jazz zu veredeln.
"Bei ihr gibt es keinen Scat, kein laszives Biegen der
Töne und keinen marktstrategischen Plan", lobte
das Magazin Jazzthing. "Nur Bauchgefühl. Die weibliche,
die verletzliche und gerade deshalb starke Seite des Jazz."
Es ist tatsächlich stark, was sie sich alles traut. So
überraschen manche Lieder mit geradezu schamloser Eingängigkeit,
dann ergibt sie sich wieder der melancholischen Herbstballade,
einmal erklingt gar irische Folkmusik als Intro.
Bei alledem bietet eine Hannah-Köpf-Komposition poetische
Texte aus eigener Feder, klare Strukturen und immer wieder
Platz für Improvisationen und geschmackvolle Soli. Ist
ja auch logisch, immerhin spielt in ihrer ausgezeichneten
Band mit Frederik Köster ein Echo-Preisträger 2010
Trompete. Auch auf den aufstrebenden Pianisten Benjamin Schäfer
sollte man achten. Es ist eine undogmatische und junge Band
mit Zukunft.
www.hannahkoepf.com
Sonntag, 19. Juni, 16.00-18.45 Uhr | Bühne Börnchen
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Jatzt!-Trio
Jazz im Hier und Jetzt - daran arbeiten diese drei Talente
und 1. Preisträger von "Jugend jazzt" Rheinland-Pfalz
2010. Schlagzeuger Tobias Frohnhöfer lernte seine Kompagnons
Veronika Frisch (E-Bass) und Apollonio Maiellom (Piano) in
der Phoenix Foundation dem Jugend-Jazzorchester Rheinland-Pfalz
kennen.
Das Trio gibt es erst seit einem Jahr. Mit unverbrauchter
Energie und Spielfreude pflügen sich Frohnhöfer
und Co. durch jüngere Standards und ambitionierte Eigenkompositionen.
Samstag, 18. Juni, 17.45-18.45 Uhr | Bühne Börnchen
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Klaus Heidenreich Quartett
Der 26-jährige Posaunen-Youngster bläst seit fast
drei Jahren an Stelle von Nils Landgren bei der NDR-BigBand,
aus Überzeugung und Liebe zum Big Band-Sound, er will
aber "kein Beamtenmusiker" werden. Als Gegengift
und Plattform für kreative Ausflüge hat der in Köln
und Hamburg lebende Heidenreich ein Quartett gleichgesinnter
Zauberlehrlinge gegründet. Es handelt sich dabei um den
Pianisten Sebastian Sternal, Klavierprofessor in Mainz, den
Bassisten Robert Landfermann und Schlagzeuger Jonas Burgwinkel,
die alle drei den WDR-Jazzpreis für Improvisation gewinnen
konnten.
Der Vierling besticht durch eigene Stücke von Heidenreich
und Sternal. Diese kreisen elegant durch die Matrix des Modern-Jazz,
lassen spannungsgeladene Harmonien und fiebrige Melodiebögen
auf überlegt-groovende Passagen treffen. Es ist einfach
toll mitzuerleben, in welch luftigen Höhen alle Vier
in ihren Improvisationen miteinander kommunizieren. Das Klaus
Heidenreich Quartett verbindet Aufbruchsgeist mit künstlerischer
Frühreife, eine Mischung, die für die Zukunft noch
viel verheißt.
www.myspace.com/klausheidenreich
Sonntag, 19. Juni, 15.30-17.15 Uhr | Fraport-Bühne,
Rodergasse
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Rufus Dipper
Erst vor kurzem gegründet, scheint das Trio um den Pianisten
Michael Geldreich schon jetzt eine ganz eigene Ton-Sprache
gefunden zu haben. Der Mainzer ist studierter Jazzpianist,
wirkte bereits an erfolgreichen Popproduktionen mit, hat sich
hier aber zusammen mit Bassist Konrad Blasberg und Schlagzeuger
Florian Schlechtriemen dem "instrumental-experimentellen
Movie Jazz" verschrieben.
Geldreichs Kompositionen für "Rufus Dipper"
sind schwer zu beschreiben. Manchmal klingt's, als würde
der gefeierte Filmkomponist Yann Tiersen ("Amelie")
Steely Dan in Zeitlupe spielen, ungerade Takte werden geschmeidig
eingewoben, mit Hilfe dezent eingesetzter Elektronik entsteht
ein Gefühl von Schwerelosigkeit. Fast naive Phrasen erzeugen
molligen Wohlklang, ohne je in Kitsch abzugleiten.
Atmosphärische und zugängliche Musik jedenfalls,
Kino für die Ohren.
www.myspace.com/rufusdipper
Sonntag, 19. Juni, 12.00-14.45 Uhr | Fraport-Bühne,
Rodergasse
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Sagedubab
Jugend forscht - und wird belohnt. Das blutjunge Quartett
aus Nauheim widmet sich dem modernen und offenherzigen Jazz,
undogmatische Pianisten wie Richie Beirach oder John Taylor
zählen zu ihren Leitsternen. Mit einem Programm aus eigenen
Stücken und ernsthaften Interpretationen von Standards
gewannen sie 2010 den 1. Preis beim hessischen Landeswettbewerb
"Jugend jazzt".
"Sagedubab", das sind Moritz Wesp an der Posaune,
Nico Hering am E-Piano, Bastian Weinig am Bass, das Schlagzeug
bedient Florian Schwappacher. Viel Spaß!
www.myspace.com/sagedubab
Samstag, 18. Juni, 16.00-17.00 Uhr | Bühne Börnchen
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Thomas Bachmann Group
Mit dem Saxofonist Thomas Bachmann ist ein weiterer Vertreter
des "erwachsenen Jazz" auf dem Festival zu Gast.
Der Dave-Liebman-Schüler spielt zusammen mit seinen langjährigen
Weggefährten Ralf Cetto (Kontrabass/E-Bass) und Uli Schiffelholz
(Schlagzeug /Percussion) Material aus seinen beiden jüngsten
CDs: Auf "Gestern" (2009) verwandelte das Trio Beatles-Songs
in nachdenklich-verträumte Klangwolken. 2010 erschien
"Seiltänzer", eine Platte ausschließlich
mit eigenen Stücken, die etwas zupackender, ja jazzrockiger
zu Werke gehen.
Neben instrumentaler Akkuratesse überzeugt das Kammerjazz-Trio
durch sein auf Offenheit angelegtes Zusammenspiel, in seinen
Kompositionen durch melodische Weite und den Mut zu abwechslungsreichen
Brüchen. Immer wieder heben die Musiker die Trennung
von Begleit- und Lead-Instrumenten auf.
"Ein bewundernswert aufeinander eingespieltes Trio, dessen
Spieltrieb und klangliche Neugier immer neue Wege findet",
lobte die Fachpresse.
www.thbachmann.de
Sonntag, 19. Juni, 16.00-18.45 Uhr | Bühne Höerhof
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